Zaubersprüche, Segen, Beschwörungen (Materialsammlung)

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Materialsammlung zur Überlieferung von sprachmagischen Texten, die in der Forschung uneinheitlich als Zaubersprüchen, Segen und Beschwörungen bezeichnet werden.

Als Zaubersprüche, Segen und Beschwörungen werden dabei solche sprachmagischen Texte angesehen, die performativ, durch sprechen oder singen, wirken (d.h. "kausal bedingte Abläufe von Geschehen zwingend verändern"[1]) wollen. Sie sind dabei grundsätzlich von Textamuletten[2] zu unterscheiden, die durch die Niederschrift und als materieller Text wirken wollen, auch wenn einzelne Texte beiden Typen zugeordnet werden können.

Definitionen

Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft

Zauberspruch

"Performative Textsorte, die kausal bedingte Abläufe von Geschehen zwingend verändern will.

Expl: Der Zauberspruch bedient sich der Sprache als eines magischen Instruments, um in das kausale Geschehen entweder selbst als wirkende Kraft oder durch Vermittlung solcher Kräfte oder übernatürlicher Wesenheiten (Götter, Engel, Heilige, Dämonen usw.) eingreifen und gute oder böse Wirkungen erzielen zu können. ..."

"Aufgrund der großen Konstanz der Textsorte .Zauberspruch' ist es sinnvoll, ihre Typologie an Funktionen und Formen zu orientieren. An Funktionen lassen sich etwa nachweisen: Schutz und Abwehr, Bannung (z. B. ,Lorscher Bienensegen') und Lösung (z.B. ,1. Merseburger Zauberspruch'), Heilung von Krankheiten und Gebrechen (z. B. ,2. Merseburger Zauberspruch'), Exorzismen, Verfluchung, Schadenzauber, Wetterzauber, Liebeszauber, Waffenzauber und -segen, Reise- und Ausfahrtssegen usw.

Den Formen nach unterscheidet man Typen des Aufbaus, die zugleich auch Wirkungstypen sind. Die eingliedrigen Zaubersprüche sind im Grunde Befehle oder Bitten an die wirkmächtige Kraft (z.B. Krankheitsdämonen, Krankheitswürmer, Engel, Heilige usw.), etwa „gang uz Nesso" (.Geh heraus, Nesso [d. h. Wurm]'), wobei die beschworene Kraft direkt angeredet und damit dem Willen des Zaubernden unterworfen wird. Im zweigliedrigen Spruch wird eine Vorbildhandlung erzählt, in der die Zauberhandlung schon einmal erfolgreich vollzogen wurde. Nun soll sich die Wirkung analog erneuern (so etwa im ,2. Merseburger Zauberspruch', 10. Jh.). Dabei kann die Formel, der Zauberbefehl selbst, wieder in gebundener Form mehrgliedrig - zur Erhöhung der Wirksamkeit - und in detaillierter Präzisierung gegeben werden."

  • Wolfgang Haubrichs, Art. Zauberspruch, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft 3 (2007), S. 874-877.

Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens

Beschwörung

"Beschwörung ist die mit magischen Worten und Handlungen erfolgende Herbeirufung einer stärkeren Macht, um diese dem Willen des Beschwörers untertan zu machen. Häufig tritt hinzu ein Sichberufen auf ein noch stärkeres [...]. Unter diesem Gesichtspunkte aus geschah im Deutschen die Wahl des Wortes: beschwören heißt, jemad unter Anrufung eines heiligen oder geliebten Gegenstandes dringend, inständig bitten. [...] Die Beschwörung soll den Willen eines anderen mit Gewalt beugen, sie ist ein aufgenommener Kampf. Dadurch unterscheidet sie sich im Prinzip von Besprechung und Segen, die, ohne persönliche Auseinandersetzung mit der beschwoorenen Macht und ohne den großen Hintergrund der Magie nur zu Heilzwecken geübt, stets volkstümliche Zauberhandlungen bleiben, während die Kunst der Beschwörung mehr den gesellschaftlich höherstehenden Kreisen, den Alchimisten und "Gelehrten", zukam und großen Anteil an den Geheimwissenschaften des Mittelalters hatten [...]."

besprechen

Segen

Relevante Kategorien und Artikel







Überlieferung

Allgemeine Hinweise

Handschriftencensus

Der Handschriftencensus verzeichnet 77 Handschriften/Fragmente mit "Beschwörungsformeln / Segen" und 132 mit "Segen / Beschwörungsformeln", außerdem der Terminologie des Verfasserlexikons folgend 12 "Wund- und Blutbeschwörungen" und 9 "Wumbeschwörungen". Hinzu kommen die im Verfasserlexikon eigens aufgenommenen sprachmagischen Einzeltexte, wie die 'Merseburger Zaubersprüche' oder die 'Teufelsbeschwörung' und eine größere Anzahl von 'Segen' wie den 'Abdinghofer Blutsegen Ad restringendum sanguinem'. Diese Listen wurden hier noch nicht ausgewertet.

Verfasserlexikon

Das Verfasserlexikon erfasst einzelne sprachmagische Texte auf die in den Verweisstichworten "Zaubersprüche und Segen (ahd./frühmhd.)" (Bd. 10, Sp. 1481f.) und "Segen und Beschwörungen (spätmal. deutsche)" (Bd. 11, Sp. 1419) hingewiesen wird. Lediglich die altjiddischen "Segen und Beschwörungen" (Erika Timm, Bd. 11, Sp. 1413-1419) sowie die deutschen "Wund- und Blutbeschwörungen" (Monika Schulz, Bd. 11, Sp. 1683-1690) und "Wumbeschwörungen" (Monika Schulz, Bd. 11, Sp. 1691-1694) wurden in eigenen Artikeln gesammelt.

Corpus der Segen und Beschwörungsformeln

Das von Adolf Spamer (1883-1953) begründete und von Johanna Nickel (1916-1984) fortgeführte und als Kartei angelegte 'Corpus der Segen und Beschwörungsformeln' ist gemeinsam mit dessen Nachlass von 2017-2019 digitalisert worden (Scans und schlechte OCR).[3] Das Corpus erfasst "über 23.000 Segen, Beschwörungen, Zaubersprüche, Amulette, Himmels- und Schutzbriefe"[4] vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert in deutscher, lateinischer, französischer, englischer und polnischer Sprache. Das Corpus wurde hier noch nicht ausgewertet. Es war bereits Grundlage der Monographien von Holzmann 2001 und Schulze 2003.[5] Informationen zum digitalisierten 'Corpus der Segen und Beschwörungsformeln' finden Sie hier: https://www.isgv.de/projekte/volkskunde/erschliessung-und-digitalisierung-des-nachlasses-adolf-spamer/corpus. Einen Überbick über das digitalisierte Corpus und Zugang zu den Einzeldokumenten hier: http://digital.slub-dresden.de/idDE-611-BF-42577. Der Nachlas ist hier erfasst: http://kalliope-verbund.info/de/ead?ead.id=DE-611-BF-42577.

10. Jahrhundert

Merseburg, Domstiftsbibl., Cod. 136

Handschriftencensus: http://handschriftencensus.de/6099
Digitalisat: https://archive.thulb.uni-jena.de/korax/receive/Korax_cbu_00000880

Inhalt:

  • fol. 85r = 'Merseburger Zaubersprüche'


11. Jahrhundert

12. Jahrhundert

13. Jahrhundert

14. Jahrhundert

Erfurt, Universitätsbibliothek, Cod. Ampl. 12° 17

Ende 14. Jh.

  • fol. 37v–38r 'Erfurter Liebesbeschwörung'


Edition: HOFMEISTER, Wernfried, Magische Verortung am Beispiel spätmittelalterlicher Liebesbeschwörungen, in: Elisabeth VAVRA (Hg.), Imaginäre Räume: Sektion B des Internationalen Kongresses "Virtuelle Räume, Raumwahrnehmung und Raumvorstellung im Mittelalter", Krems an der Donau, 24. bis 26. März 2003, Wien 2007 (Sitzungsberichte. Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse 758. Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 19), S. 191–206, hier S. 194f.

15. Jahrhundert

Augsburg, Staats- und Stadtbibl.,2° Cod. 572

zwei kodikologische Einheiten, I: Bl. 1-105; II: Bl. 106-211, beide Mitte 15. Jh., I. schwäbisch, II. bairisch
Handschriftencensus: http://www.handschriftencensus.de/4308

Inhalt:
In beiden kodikologischen Einheiten Rezeptsammlungen mit eingestreuten sprachmagischen Texten.
Die Rezeptsammlung auf fol. 1ra–57rb ist auch in Hamburg, Universitätsbibliothek, Cod. germ. 1 überliefert. Dort fehlen aber alle sprachmagischen (sowie alle lateinischen) Texte der Sammlung. Vgl. dazu Marco Heiles, Handschriftenbeschreibung zu Hamburg, Staats- und Universitätsbibl., Cod. germ. 1, in: Manuscripta Medievalia, http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31593540.

Unveröffentlichete Literatur:

  • Marco Heiles, Gesicherte Geheimnisse? Über Buchschlösser und das, was sie verbergen, in: Proceedings des 17. Symposiums des Mediävistenverbands.

Berlin, Staatsbibliothek, Hdschr. 384f

Digitalisat: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000B00400000000
Handschriftencensus: http://www.handschriftencensus.de/3311

Inhalt:

  • fol. 2r = Segen und Zaubersprüche, dt.
  • fol. 3r-10r = Abbildungen magischer Ringe mit Erklärungen und Beschwörungen, lat.-dt.


Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cpg 213


Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cpg 213

  • fol. 79v 'Erste Heidelberger Liebesbeschwörung', 'Zweite Heidelberger Liebesbeschwörung'


Edition:

HOFMEISTER, Wernfried, Magische Verortung am Beispiel spätmittelalterlicher Liebesbeschwörungen, in: Elisabeth VAVRA (Hg.), Imaginäre Räume: Sektion B des Internationalen Kongresses "Virtuelle Räume, Raumwahrnehmung und Raumvorstellung im Mittelalter", Krems an der Donau, 24. bis 26. März 2003, Wien 2007 (Sitzungsberichte. Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse 758. Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 19), S. 191–206, S. 198f.

München, Staatsbibliothek, Clm 647

Conrad Buitzruss, Heidelberg 1424

Digitalisat: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00069155-5

Handschriftencensus: http://www.handschriftencensus.de/26105

Inhalt (Sprachmagie):

nach Handschriftencensus:

  • fol. 2v-33r, 35r, 41r-43r = Segen (lat./dt.)
  • fol. 40r = Segen (lat. mit dt. Überschriften)



nach Heiles (Manuskript):

  • 52r Anleitung ein Pferd herbeizuzaubern, dt.
  • 52v Zauber gegen Feinde
  • 52v–53v Liebeszauber, dt. u. lat.
  • 54v–57v Liebeszauber und –rezepte, dt. u. lat.
  • 57v–58r Anleitung zur Herstellung unsichtbar machender Bohnen
  • 58r–60r Anleitung zur Wahrsagung aus dem Fingernagel
  • 60r–61v Anleitung zum Enddeckung von Dieben, Schadenszauber und Segen, lat. u. dt.
  • 111v–116v Rezepte und Segen, lat. u. dt.



Liebeszauber nach Heiles (Manuskript):

  • fol. 32v: ¶ Benedictio plantaginis ad amorem: Wegrich du bist das erst blat da go[t] selber auf dratt. Das det er in der er seiner lieben muͦter. Das du mir helfist bringen ·N· huld und ir minne. Das helfen mir allui die kind dui in hiemel and auf [Text bricht mit Seintenende ab].
  • fol. 36r (de amore experimentum fac ymaginem ceream …);
  • fol. 44r (dis ist ain guͦt segen wann ain frau hinder ainer mess staut …);
  • fol. 52v (Item ut favorem …; Wilt du machen das dir ain frau wirt welichu du wilt haben …);
  • fol. 53r–53v Item gang zuͦ ainer frawen oder zuͦ ainer iunkfrawen und bit sy umb drui har und sprich: „Liebu junkfrau gend mir drui haur; in dem namen der frawen die da haisset arbagast, die muͦß ich haun.“ Und niem drui har von diner schaiteln und gang an ainer fritagan nacht uff den kirchhoff, da ain grab offen stand und niem ain schollen dar uss. Und tuͦ dein har und ir har zuͦ samen in die schuͦlen. Und sprich:124 „Ich beschwer euich har bÿ denm tuifel, der da haisset demun, und by dem namen hike und by dem namen satan, das ir har werkent in der schuͦlen, das du N muͤsse mich liebhaun fuer all may etc.
  • fol. 53v (Item in die v3n3r5s [veneris] …);
  • fol. 54v (Nector flector somniater fornicator …);
  • fol. 54v–55v Wilt du machen das dir ain frau hold wirt welchui dui wilt und das sy duon muͦs dinen willen …
  • fol. 55v (Item niem ains schwarzen hanen hercz …);
  • fol. 55v–56r Beschwörung von Wermut Wilt du ain mensch das du lieb haͧst von sinen s3n2n (sinen) bringen das es tuͦt was du wilt.
  • fol. 56r (Item dise karacteres schreib an ain …; Item niem ain pluͦmen der haiset …);
  • fol. 56v (Item hie ist ain experiment gar guͦt zuͦ der minne …);
  • fol. 57r (Item ut mulieri de te somniat scribe …; Item experimentum probatissimum …).


Unveröffentlichte Literatur:

  • Marco Heiles, Literarische Texte in der Sammelhandschrift des Heidelberger Studenten Conrad Buitzruss aus dem Jahre 1424 (München, Staatbibliothek, Clm 671), in: Philippe Depreux und Till Hennings (Hg.), Collection and Organisation of Literary Texts in Early Medieval Manuscripts (Hamburger Studien zu Gesellschaft und Kulturen der Vormoderne).



Kassel, Universitätsbibl. / LMB, 8° Ms. med. 6

kodikologische Einheit IV. 124-151, um 1495
Handschriftencensus: http://www.handschriftencensus.de/15891

Inhalt:

  • fol. 149r-151v Liebeszauber




Karlsruhe, Landesbibliothek, Cod. St. Peter pap. 50

15./16. Jh.

https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/titleinfo/271402

Inhalt:

mehrere Beschwörungen und Zaubersprüche, darunter


16. Jahrhundert

Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Mscr.Dresd.M.206

fol. 88r–68v Liebeszauber, http://digital.slub-dresden.de/id278681387/143

Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 3015a

Ende 16./Anfang 17. Jahrhundert

Inhalt:
versch. Zauber und Segen, u.a.


Literatur:



Kraków, Biblioteka Jagiellońska, Ms. Berol. germ. quart. 132

Nürnberg/Lichtenau, zwischen 1505 und 1533, von Martin Löffelholz

Inhalt: 'Löffelholz-Hausbuch'

darin u.a.:

  • fol. 56r = Anleitung zum Brieflein-Schwemmen in heißem Schmalz (Diebesordal)
  • fol. 56r = Anleitung gestohlenes Gut durch eine Opfergabe an einen Totenschädel und Gebete in einem Beinhaus wiederzuerlangen
  • fol. 63r = Rezept gegen die Folgen von Bissen wütender Hunde (Tollwut?) mittels eines beschrifteten Käses
  • fol. 74r = Liebeszauber mit einem beschrifteten Apfel
  • fol. 74r = Nagelkrautrezept

Digitalisat: https://jbc.bj.uj.edu.pl/dlibra/doccontent?id=258834

Literatur:

  • Pia Rudolph: Hausbücher. Löffelholz-Codex. Handschrift Nr. 49a.4.1. In: Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters (KdiH). Begonnen von Hella Frühmorgen-Voss und Norbert H. Ott. Hrsg. von Ulrike Bodemann, Kristina Freienhagen-Baumgardt, Norbert H. Ott, Pia Rudolph, Peter Schmidt und Nicola Zotz. Band 6. München 2015. http://kdih.badw.de/datenbank/handschrift/49a/4/1.
  • http://www.handschriftencensus.de/11778



17. Jahrhundert

Literatur

Monographien

  • Verena Holzmann, "Ich beswer dich wurm und wyrmin ...". Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen (Wiener Arbeiten zur germanischen Altertumskunde und Philologie 36), Bern u.a. 2001.
  • Monika Schulz, Beschwörungen im Mittelalter. Einführung und Überblick (Beiträge zur älteren Literaturgeschichte), Heidelberg 2003.
  • Eleonora Cianci, Incantesimi e benedizioni nella letteratura tedesca medievale (IX-XIII sec.) (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 717), Göppingen 2004.
  • Christa M. Haeseli, Magische Performativität. Althochdeutsche Zaubersprüche in ihrem Überlieferungskontext (Philologie der Kultur 4), Würzburg 2011.

Artikel

  • Wernfried Hofmeister, Hor meine wort: Adjurative Sprachmagie als diskursives Netzwerk. Am Beispiel der ‚Wiener Schlangenbeschwörung‘ (15. Jh., Cod. Vind. 10632), in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 133 (2004), S. 329–355.
  • Wernfried Hofmeister, Magische Verortung am Beispiel spätmittelalterlicher Liebesbeschwörungen, in: Elisabeth VAVRA (Hg.), Imaginäre Räume: Sektion B des Internationalen Kongresses "Virtuelle Räume, Raumwahrnehmung und Raumvorstellung im Mittelalter", Krems an der Donau, 24. bis 26. März 2003, Wien 2007 (Sitzungsberichte. Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse 758. Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 19), S. 191–206.
  • Britta-Juliane Kruse: Zensierter Zauber. Getilgte magische und mantische Texte in einer Berliner Handschrift. In: Peter Jörg Becker u. a. (Hrsg.): Scrinium Berolinense. Tilo Brandis zum 65. Geburtstag. Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz 2000 (= Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz 10). Bd. I. S. 383–397.
  • Ernst Hellgardt, Die deutschen Zaubersprüche und Segen im Kontext ihrer Überlieferung (10. bis 13. Jahrhundert). Eine überlieferungsgeschichtliche Skizze, in: Atti della Accademia Peloritana dei Pericolanti. Classe di Lettere Filosofia e Belle Arti, Vol. LXXI, Anno Accademico CCLXVI (1995), Messina 1997, S. 5-62.
  • Elke Krotz, Sibasi pari cumba. Varianz in magischen Wanderformen, in: vindærinne wunderbærer mære. Gedenkschrift für Ute Schwab, hg. von Monika Schulz (Studia Medievalia Septentrionalia 24), Wien 2013, S. 205-261.
  • Christa M. Haeseli, Marginale Zauberspruchüberlieferung im frühen Mittelalter, in: Marginalität im Mittelalter, hg. von Nicole Nyffenegger, Thomas Schmid und Moritz Wedell (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 16,2), Berlin 2011, S. 126-141.
  • Michael Embach, Trierer Zauber- und Segenssprüche des Mittelalters, in: Kurtrierisches Jahrbuch 44 (2004), S. 29-76.
  • Christa M. Haeseli, Sprachmagische Texte des Clm 536 (11./12. Jahrhundert), in: Literarische Performativität. Lektüren vormoderner Texte, hg. von Cornelia Herberichs und Christian Kiening (Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen 3), Zürich 2008, S. 62-81.

Anmerkungen

  1. Wolfgang Haubrichs, Art. Zauberspruch, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft 3 (2007), S. 874-877, hier S. 874.
  2. Vgl. Skemer, Dom C. (2006), Binding Words: Textual Amulets in the Middle Ages (University Park, Pa.: Pennsylvania State University Press); Skemer, Dom C. (2015), ‘Magic Writ: Textual Amulets Worn on the Body for Protection’, in Annette Kehnel and Diamantis Panagiotopulos (eds), Schriftträger – Textträger: Zur materialen Präsenz des Geschriebenen in frühen Gesellschaften (Materiale Textkulturen. Schriftenreihe des Sonderforschungsbereichs 933, 6) (Berlin: De Gruyter), 127–150 <https://doi.org/10. 1515/9783110371345.127>; Marco Heiles, Textual Amulets in Context. Was the Early Modern German Manuscript Mscr. Dresd. M 206 Used as a Magical Agent?, unveröffentlichtes Manuskript [erscheint in: Michael Kohs (Hg.), Proceedings of the Workshop ‘Manuscripts as Magical Agents’, Hamburg, Centre fort he Studies of Manuscript Cultures, 10.06.2016 (Manuscript Cultures 12) 2020]; Marie Hartmann, Domini est alus. Gebetspraktische Aspekte in Text- und Bildausstattung des Amuletts Ms Princeton 235, in: Das Mittelalter 24.2 (2019), S. 409-430.
  3. Projektvorstellung: https://www.isgv.de/projekte/volkskunde/erschliessung-und-digitalisierung-des-nachlasses-adolf-spamer.
  4. Nadine Kulbe, Segen und Beschwörungen – neu bei sachsen.digital, in: sachsen.digital (04.02.2020), https://sachsen.digital/aktuelles/beitrag/2020/02/04/segen-und-beschwoerungen-neu-bei-sachsendigital/.
  5. Verena Holzmann, "Ich beswer dich wurm und wyrmin ...". Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen (Wiener Arbeiten zur germanischen Altertumskunde und Philologie 36), Bern u.a. 2001; Monika Schulz, Beschwörungen im Mittelalter. Einführung und Überblick (Beiträge zur älteren Literaturgeschichte), Heidelberg 2003.

Marco Heiles