St. Emmeram-Chiromantie (lat.)

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Die 'St. Emmeran-Chiromantie' ist eine unikal überlieferte lateinische Chiromantie. Sie gilt nach der Eadwine-Chiromantie als zweitälteste Chiromantie des lateinischen Europas.

Forschungsstand

Bei der 'St. Emmeran-Chiromantie' handelt es sich um eine Handflächenzeichnung mit wenigen lateinischen chiromantischen Einträgen, die im späten 12. Jahrhundert nachträglich in eine süddeutsche Handschrift eingetragen wurde, die 1504 vom Subprior Erasmus Daum (gest. 1504) dem Benediktinerklosters St. Emmeram in Regensburg vermacht wurde: München, Staatsbibl., Clm 14353, Teil III: fol. 70-77.[1] Die Chiromantie auf fol. 74v wurde einer Sammlung komputistischer Texte und kosmologischer Schemata (fol. 74r-77v) aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zugefügt. Auf derselben Seite wurden danach von einer anderen Hand auch ein Textamulett mit diagrammatischen Zeichnungen eingetragen.

Die 'St. Emmeran-Chiromantie' wurde bislang nicht eingehend untersucht und ist auch nicht ediert. Ebenso fehlt eine scharfe Aufnahme der Handschriftenseite, die eine Lektüre ermöglichen würde. Die Kataloge von Klemm und Helmer datieren den Eintrag einer "Hand mit chiromantischen Einschreibungen"[2] auf das späte 12. Jahrhundert und Fürbeth erwähnt den Text kurz als "zweitälteste Chiromantie"[3] und

Überlieferung

München, Staatsbibl., Clm 14353, fol. 74v (Süddeutschland, spätes 12. Jh.)

Digitalisat http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00046572/image_147
Online Katalog http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/sigrefsMünchen
Entstehungszeit spätes 12. Jh.
Entstehungsort Süddeutschland

Literatur

  • Frank Fürbeth, Das Johannes Hartlieb zugeschriebene 'Buch von der Hand' im Kontext der Chiromantie des Mittelalters, in: ZfdA 136 (2007), S. 449–479, hier S. 464.
  • Elisabeth Klemm, Die romanischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Teil 1: Die Bistümer Regensburg, Passau und Salzburg, Text- und Tafelband (Katalog der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in München 3,1), Wiesbaden 1980, S. 23, http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/hs//katalogseiten/HSK0468a_a023_jpg.htm.
  • Friedrich Helmer unter Mitarbeit von Hermann Hauke und Elisabeth Wunderle, Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Handschriften aus St. Emmeram in Regensburg, Bd. 3: Clm 14261–14400 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis IV,2,3), Wiesbaden 2011, S. 317, http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00093400-3.

Anmerkungen

  1. Vgl. zur Handschrift und ihren Texten: Elisabeth Klemm, Die romanischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Teil 1: Die Bistümer Regensburg, Passau und Salzburg, Text- und Tafelband (Katalog der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in München 3,1), Wiesbaden 1980, S. 23, http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/hs//katalogseiten/HSK0468a_a023_jpg.htm. Friedrich Helmer unter Mitarbeit von Hermann Hauke und Elisabeth Wunderle, Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Handschriften aus St. Emmeram in Regensburg, Bd. 3: Clm 14261–14400 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis IV,2,3), Wiesbaden 2011, S. 313–319, http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00093400-3.
  2. Elisabeth Klemm, Die romanischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Teil 1: Die Bistümer Regensburg, Passau und Salzburg, Text- und Tafelband (Katalog der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in München 3,1), Wiesbaden 1980, S. 23, http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/hs//katalogseiten/HSK0468a_a023_jpg.htm. Friedrich Helmer unter Mitarbeit von Hermann Hauke und Elisabeth Wunderle, Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Handschriften aus St. Emmeram in Regensburg, Bd. 3: Clm 14261–14400 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis IV,2,3), Wiesbaden 2011, S. 317, http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00093400-3.
  3. Frank Fürbeth, Das Johannes Hartlieb zugeschriebene 'Buch von der Hand' im Kontext der Chiromantie des Mittelalters, in: ZfdA 136 (2007), S. 449–479, hier S. 464.